FIZ

Global Business Week: Innovationen am Standort FrankfurtRheinMain

Oberbürgermeisterin Petra Roth eröffnet Innovationskonferenz auf der Frankfurter Global Business Week 2011 / Frankfurts Wirtschaftskraft und Gründungsintensität ist Impulsgeber für Innovationen / London Business School bekräftigt branchenübergreifenden Ansatz

Frankfurt am Main, 18. Mai 2011 – Die Metropolregion FrankfurtRheinMain ist für branchenübergreifende Innovation hervorragend positioniert. Auf der Frankfurt Global Business Week diskutierten auf Einladung des FIZ Frankfurter Innovationszentrums Biotechnologie Experten neue Trends im personalisierten Gesundheitsmanagement. Wenn hierfür die Bereiche Life Sciences, IT, Ernährung und Fitness beispielsweise enger zusammenarbeiten, entstehen neue Märkte, für die Frankfurt wegweisend sein kann.

Oberbürgermeisterin Petra Roth eröffnete die Innovationskonferenz: „Als Standort führender Unternehmen aus verschiedenen Branchen ist Frankfurt Ausgangspunkt für Innovation.“ Die Branchenvielfalt, Deutschlands größter Internetknoten und die Gründungsintensität beispielsweise im Biotechnologiesektor sind Standortstärken: „Damit ist die Region ein wichtiger Impulsgeber auch für die gesamte Gesundheitswirtschaft.“

„Neue Märkte, die aus der Kombination von Ansätzen verschiedener Branchen entstehen, bieten enormes Wachstumspotenzial“, sagt Dr. Christian Garbe, Geschäftsführer des FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie. „Wir beobachten bei vielen Menschen ein gesteigertes Bewusstsein und eine zunehmende Informiertheit über die eigene Gesundheit. Neben der Therapie spielen Angebote zur Gesundheitsvorsorge, -erhaltung und -förderung eine zunehmende Rolle. Im Mittelpunkt zukünftiger Kooperationen steht deshalb die Frage: Welche Fähigkeiten, Technologien und welches Praxiswissen kombinieren wir, um neuen marktfähigen Ideen Raum zu geben.“
 
Frankfurter Konzepte für personalisiertes Gesundheitsmanagement

Auf der Konferenz wurden personalisierte Konzepte vorgestellt, die das Angebot in der Gesundheitswirtschaft grundlegend verändern können. Rajesh Chandy, Leiter des Instituts für Innovation und Unternehmertum der London Business School, betont in seinem Vortrag: „Innovationen entstehen sowohl über Regionen als auch über Branchen und Technologien hinweg. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung neuer Produkte. Auch neue Produktionsprozesse oder Geschäftsmodelle bergen Innovationspotenzial. Um das Potenzial auszuschöpfen, spielen Netzwerke eine entscheidende Rolle.“

Ein Beispiel präsentierte der Betreiber von Fitness Clubs, Fitness First Germany: „Die sportlichen Zielsetzungen des Einzelnen erreichen wir nur durch personalisierte und ganzheitliche Konzepte“, so Dirk Kemmerling, verantwortlich für die Geschäftsentwicklung bei der Fitness First Germany. „Erkenntnisse aus der Diagnostik und innovative Ernährungsprodukte können zukünftig noch stärker Bestandteil integrierter Ansätze im Fitnessbereich sein.“

„Erkenne Dich selbst“

Ein innovatives Angebot im Bereich Gesundheitsmanagement entwickelt auch die im FIZ ansässige bio.logis GmbH. Die medizinisch-diagnostischen Spezialisten arbeiten an einem Internet-Portal, das den Zugang zum personalisierten medizinisch-genetischen Wissen möglich macht. Diese Dienstleistung wird als personal genomics services (PGS) bezeichnet. Hiermit können Kunden sowie deren Ärzte Wissen für therapeutische Entscheidungen nutzen. Die Gründerin und Geschäftsführerin von bio.logis, Prof. Dr. med. Daniela Steinberger: „Wir unterstützen die Menschen in ihrem Wunsch, sich eigenständig über ihre Gesundheit zu informieren und persönliche Gesundheitsentscheidungen zu treffen. Die eigenen genetischen Dispositionen zu kennen ist eine moderne Variante des klassischen Ausspruchs der Antike: <Erkenne dich selbst>..Mit solchen Erkenntnissen können bessere Entscheidungen getroffen werden. Im Fall von PGS sind dies bessere medizinische Entscheidungen.“

Kooperationen über die Branchengrenzen hinweg sind ohne eine leistungsstarke digitale Infrastruktur nicht denkbar. „Der Zugriff auf enorme Datenmengen in Hochgeschwindigkeit ist deshalb die Voraussetzung für unternehmens- und branchenübergreifende Kooperationen“, so Peter Knapp, Geschäftsführer des Rechenzentrumsbetreibers Interxion Deutschland.

Unter den nationalen und internationalen Sprechern waren hochrangige Unternehmensvertreter von IBM, Interxion, Microsoft, Symrise, Fitness First Germany und bio.logis. Beiträge aus der Innovationsforschung kamen von Prof. Rajesh Chandy, Leiter des Instituts für Innovation und Unternehmertum der London Business School, und Dr. Antje Stobbe, Leiterin des Technologie- und Innovationsteams bei der DB Research. Als Moderator führte Dr. Jens Maier von der Universität St. Gallen durch die Konferenz.

Notiz für die Redaktion:

FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie
Das FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie ist ein Innovationstreiber für die Gesundheitswirtschaft Hessens und die Region FrankfurtRheinMain. Etwa 300 Beschäftigte, größtenteils in Forschung und Entwicklung, arbeiten in den 16 angesiedelten jungen und etablierten Unternehmen. Eine maßgeschneiderte Forschungsinfrastruktur auf rund 15.000 m2 bietet optimale Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus hat sich das FIZ als Adresse für Kooperationen und interdisziplinäre Netzwerke entwickelt. Gesellschafter der Betreibergesellschaft FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH sind das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main.

Als konzeptioneller Partner der Innovationskonferenz im Rahmen der FRANKFURT GLOBAL BUSINESS WEEK zeichnet sich das FIZ für die programmatische Ausrichtung der Konferenz mitverantwortlich.


FRANKFURT GLOBAL BUSINESS WEEK
Die FRANKFURT GLOBAL BUSINESS WEEK bündelt als jährlich stattfindende Veranstaltungswoche rund 20 Fachkonferenzen und Abendveranstaltungen zu Themenfeldern, die die Zukunftsfähigkeit von Wirtschaftsstandorten und Unternehmen maßgeblich prägen. Sie ist eine Initiative zur Vernetzung regionaler und nationaler Wirtschaftsbranchen im internationalen Austausch und Wettbewerb. Veranstalter sind die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, der Regionalverband FrankfurtRheinMain, die Stadt Frankfurt am Main, der Verein FrankfurtRheinMain - Verein zur Förderung der Standortentwicklung e.V. und die Wirtschaftsförderung Frankfurt - Frankfurt Economic Development - GmbH gemeinsam mit der Maleki Group.
 
Kontakt:
FIZ Frankfurter Innovationszentrum
Biotechnologie GmbH
Lilliffer Seiler
Tel.:   +49 (0)69 800 865 35
Fax:   +49 (0)69 800 865 19
E-Mail:  lilliffer.seiler@fiz-biotech.de

Intellisource GmbH
Ulrich Siebert:
Tel.:  + 49 (0) 69 981 964 - 12
Fax:   + 49 (0) 69 981 964 - 45
E-Mail:   ulrich.siebert@intellisource.de